elektrosim2d Zeichnungssatz
Stand 8. Oktober 2026, Serverprojekt EFH, Version 497

Ein Haus, vom Hausanschluss bis zur letzten Klemme durchgezeichnet und durchgerechnet.

Der vollständige Stromlaufplan des Hauses in der Übersicht: Zählerplatz, Verteilungen, Schutzorgane, Stromkreise und die Bereiche PV, Werkstatt und Carport
ProjektEFH, Gribow
Bauteile im Plan331 auf 3 Blättern
VerteilungenZählerschrank, UV Carport, UV Werkstatt
Schutzorgane46 LS, 8 FI, 2 Sicherungen
Photovoltaik2 Anlagen, 23,0 kWp
Speicher15 kWh, 5 kW
Große VerbraucherWärmepumpe, Wallbox, Herd
WetterdatenPVGIS-SARAH3, 2005 bis 2023

Diese Seite zeigt ein echtes Projekt, so wie es in elektrosim2d liegt. Nichts ist nachgezeichnet: Jedes Bild ist eine Ansicht der Anwendung mit den Daten dieses Hauses. Der Stromlaufplan ist die Grundlage, alles andere wird daraus abgeleitet: der Schrank, die Klemmleisten, die Außenleiter, der Jahreslauf.

Am Ende steht die Frage, die sich hier wirklich stellte: Was bringt die zweite PV-Anlage auf dem Süddach gegenüber dem Walmdach allein? Die Antwort kommt aus derselben Rechnung, nur mit einem abgeschalteten Wechselrichter.

Stromlaufplan

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Der Bereich PV im Plan: PV-Fläche G1 mit zwei Strings am Wechselrichter T1, daran der Batteriespeicher G3 und die PE-Verteilklemme, der Abgang führt zum Fehlerstromschutz RCD2
Der Bereich PV auf dem Übersichtsblatt. Die PV-Fläche G1 speist über zwei Strings den Wechselrichter T1, der Speicher hängt an dessen Batterieanschluss. Der Abgang geht als Drehstrom zum RCD2.
Derselbe Bereich mit laufender Simulation an einem Junitag um 13 Uhr: die PV-Fläche liefert 1,76 kW, der Speicher ist voll, 3,17 kW gehen ins Netz
Mit laufender Simulation: 15. Juni, 13 Uhr. Die Fläche liefert 1,76 kW, der Speicher steht auf 100 %, und 3,17 kW gehen ins Netz. Die Leitungen zeigen, wo der Strom gerade fließt.

Der Plan ist in Bereiche gegliedert: PV, Werkstatt, Carport. Jeder Bereich ist nur eine Zeichnungshilfe, die Simulation folgt den Leitungen. Drei Blätter teilen das Projekt: die Übersicht, die KNX-Verkabelung und die Klemmen.

Was gezeichnet ist, wird auch geprüft: Leitungsquerschnitte gegen Strom und Verlegeart, Schleifenimpedanz, Vorsicherung gegen Leitungsschutz, Phasenbelegung über die Verdrahtung. Befunde stehen im Protokoll und springen auf die Stelle im Plan.

Auf diesem Blatt

  • Stromkreise mit Leitungsschutz46
  • Fehlerstromschutz8
  • Steckdosen und Leuchten23 und 18
  • Reihenklemmenleisten8
  • KNX-Aktoren5
  • Netzbezeichnungen163

PV-Belegung auf zwei Dächern

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PV-Belegung der Fläche G1: Walmdach mit vier Dachflächen im 3D-Modell, 25 Module mit 11 kWp, zwei Strings, Sonnenstand im Juni und Leistung je Dachfläche
Dach 1, ein Walmdach mit vier Flächen bei 35° Neigung. 25 Module zu 440 Wp, 11,0 kWp an einem 10-kW-Wechselrichter. Die Anwendung warnt: Beide Strings liegen über Flächen mit unterschiedlicher Ausrichtung, die schwächere Fläche bestimmt den Ertrag des ganzen Strings.
PV-Belegung der Fläche G4: flaches Süddach mit zwei aufgeständerten Reihen zu je zehn bifazialen Modulen, 12 kWp, Leistung um 12 Uhr im Juni 6,15 kW
Dachfläche Süd, nahezu flach, Module auf 15° aufgeständert in zwei Reihen mit 2,9 m Abstand. 20 bifaziale Module zu 600 Wp, 12,0 kWp, die Rückseite bringt im Juni gut 4 % dazu.

Jede PV-Fläche bekommt ihr Dach aus dem Luftbild: Umriss abklicken, Dachform wählen, daraus entstehen die Flächen mit Ausrichtung und Neigung. Nachbargebäude und Bäume stehen als Schatten daneben und gelten für das ganze Grundstück.

Module werden auf das Raster gezogen und zu Strings verbunden. Der Sonnenstand lässt sich durch Monat und Stunde schieben, dann zeigt jede Dachfläche ihre Leistung in diesem Moment, mit Zelltemperatur und Einstrahlung.

Die beiden Anlagen

  • Dach 1, Walmdach, 35°11,0 kWp
  • Module AE Solar 440 Wp25
  • Wechselrichter T1, mit Speicher10 kW AC
  • Dachfläche Süd, 15° aufgeständert12,0 kWp
  • Module JA Solar 600 Wp, bifazial20
  • Wechselrichter T210 kW AC

Klemmleisten

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Der Klemmleisteneditor für X1: 13 Klemmen auf der Tragschiene, L-Klemmen in den Leiterfarben L1, L2 und L3, N-Klemmen blau gebrückt, PE-Klemmen auf der Schiene, Endhalter links und rechts
X1 im Editor: 13 Klemmen und 3 Zubehörteile auf 89,6 mm, das sind 5,5 TE im Verteiler. Die N-Klemmen sind über die Brücke verbunden, die L-Stockwerke tragen den Außenleiter als Farbe.
Das Blatt Klemmen im Plan, Bereich RCD1: die Reihenklemmenleiste mit den Abgängen zu den Stromkreisen
Dasselbe auf dem Blatt Klemmen, Bereich RCD1. Jede Ader im Plan endet an einer bestimmten Klemme, und die Klemme weiß, welche Ader an ihr hängt.

Eine Reihenklemmenleiste ist im Plan ein Bauteil mit einzelnen Klemmstellen. Im Editor werden die Klemmen auf die Schiene gezogen: Dreistockklemmen, Durchgangsklemmen, Einspeiseklemmen für die Querbrücke, Endhalter und Trennplatten. Die Breite ergibt sich aus den Teilen und landet als TE im Schrank.

Ein Klick auf ein L-Stockwerk schaltet den Außenleiter weiter. Die Klemme bekommt die Leiterfarbe, und die Ader im Plan, die an ihr hängt, ebenso. So wandert die Phasenbelegung von der Klemme in die Simulation.

Im Projekt

  • ReihenklemmenleistenX1 bis X7, X10
  • Blatt Klemmen, BereicheRCD1 bis RCD4, RCD7
  • X1: Klemmen und Zubehör13 und 3
  • X1: Breite89,6 mm, 5,5 TE

Zählerschrank

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Die Schrankansicht des Zählerschranks mit vier Feldern: Reihen mit Leitungsschutzschaltern, Fehlerstromschutz, Klemmleisten, Sammelschiene und dem APZ-Feld, rechts die Platzbilanz mit Reserve und Blindabdeckungen
Vier Felder mit 540 TE. Belegt sind 185,5 TE, 66 % bleiben frei. Links die Geräte, die noch keinen Platz haben, rechts die Liste der Blindabdeckungen für die Bestellung.

Der Schrank wird aus denselben Bauteilen bestückt wie der Plan. Jedes Gerät hat seine Breite in Teilungseinheiten, jede Reihe ihren Platz. Was im Plan ist, aber noch nicht im Schrank, steht in der Spalte „Noch offen“. Stimmen beide überein, sagt die Anwendung das.

Die Lage auf der Phasenschiene entscheidet, welchen Außenleiter ein Leitungsschutzschalter bekommt. „Aus den Schienen übernehmen“ setzt das für alle Geräte einer Verteilung, und von dort geht es in die Jahresauswertung.

Platz und Reserve

  • Felder4
  • Platz gesamt540 TE
  • Belegt185,5 TE
  • Reserveziel20 %
  • Blindabdeckungen 12 TE22 Stück
  • Blindabdeckungen 2 TE13 Stück

Jahresauswertung

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Die Auswertung des Jahreslaufs: Erzeugung 20.929 kWh, Verbrauch 9.776 kWh, Eigenverbrauch 32 %, Autarkie 66 %, Einspeisung 14.233 kWh, Speicherumsatz 1.844 kWh, darunter Speicher, Geld, Monatsbilanz und Außenleiter
Der Jahreslauf, stündlich gerechnet, mit beiden Anlagen. Der Speicher steht im Dezember 8,8 Tage am Stück leer, und genau diese Strecke entscheidet, ob mehr Kapazität etwas brächte.
Verbrauch je Bauteil mit Außenleiter: Wärmepumpe 3.158 kWh auf L1, Wallbox 1.846 kWh auf L1 bis L3, Herd 350 kWh, dann Steckdosen und Leuchten mit ihrem jeweiligen Außenleiter
Verbrauch je Bauteil, jedes mit seinem Außenleiter. Die Wärmepumpe allein zieht knapp ein Drittel des Jahresbedarfs und liegt einphasig auf L1.

Jeder Verbraucher trägt eine Jahresarbeit, einen Tagesgang und eine Monatsverteilung. Die Wärmepumpe rechnet ihren Strom aus Heizwärmebedarf und Leistungszahl, nach den Gradtagen des Standorts. Die Wallbox lädt nur aus dem Überschuss, und was nicht zusammenkommt, wird als nicht geladen ausgewiesen statt stillschweigend aus dem Netz gezogen.

Die Außenleiter zeigen, wo die Schieflast herkommt. Für die Bilanz ist das gleichgültig, der Zähler saldiert über alle drei. Für die Anlage nicht: Der stärkste Leiter bestimmt Leitung und Schutzorgan.

Verbrauch je Außenleiter

  • L15.833 kWh, 64 %
  • L21.532 kWh, 17 %
  • L31.757 kWh, 19 %
  • Wärmepumpe, einphasig auf L13.158 kWh

Die Wärmepumpe auf einem Außenleiter ist der Grund für die Schieflast. Dreiphasig angeschlossen wäre L1 um gut 2.000 kWh entlastet.

Eine oder zwei PV-Anlagen

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Dieselbe Rechnung dreimal: mit beiden Anlagen, nur mit dem Walmdach am Wechselrichter T1, an dem auch der Speicher hängt, und nur mit dem Süddach am T2. Der Verbrauch bleibt in allen drei Fällen gleich, 9.776 kWh im Jahr. Bezugspreis 0,35 €/kWh, Einspeisung 0,079 €/kWh.

Im Jahr Beide Anlagen23,0 kWp, mit Speicher Nur Walmdach11,0 kWp, mit Speicher Nur Süddach12,0 kWp, ohne Speicher
Erzeugung20.929 kWh9.641 kWh11.287 kWh
Davon im Haus verbraucht6.696 kWh5.490 kWh3.946 kWh
Eigenverbrauchsquote32 %57 %35 %
Netzbezug2.631 kWh3.302 kWh4.837 kWh
Wallbox, nicht aus Überschuss geladen654 kWh1.147 kWh994 kWh
Autarkie66 %54 %40 %
Einspeisung14.233 kWh4.151 kWh7.342 kWh
Speicherumsatz1.844 kWh1.469 kWh0 kWh
Netzbezug kostet921 €1.156 €1.693 €
Einspeisung bringt1.124 €328 €580 €
Vorteil gegenüber „alles aus dem Netz“3.625 €2.594 €2.309 €

Das Süddach dazu bringt rund 1.030 € im Jahr. Davon kommen etwa 800 € aus der Einspeisung, denn die zweite Anlage verdreifacht den Überschuss, und nur etwa 230 € aus weniger Netzbezug. Die Autarkie steigt von 54 auf 66 %, der Winter bleibt der Winter: Im Dezember liefern beide Dächer zusammen 222 kWh bei 1.250 kWh Bedarf.

Das Süddach allein kommt ohne Speicher aus, weil der im Plan am T1 hängt. Darum ist seine Eigenverbrauchsquote mit 35 % so niedrig, obwohl es das stärkere Dach ist. Ein Speicher am T2 würde diese Spalte deutlich verbessern.

Erzeugung und Bedarf je Monat

Beide Anlagen Nur Walmdach Bedarf des Hauses
Erzeugung mit beiden Anlagen, Erzeugung nur mit dem Walmdach und Bedarf des Hauses, je Monat in Kilowattstunden
Die Monatswerte als Tabelle
MonatBeide AnlagenNur WalmdachBedarfNetzbezug, beideNetzbezug, Walmdach
Auswertung mit beiden Anlagen: Monatsbilanz, Außenleiter und Beginn der Bauteilliste
Beide Anlagen: Von März bis Oktober deckt die Erzeugung den Bedarf, eingespeist wird je Außenleiter 6.976 kWh.
Auswertung nur mit dem Walmdach: Monatsbilanz mit kleineren Erzeugungsbalken, Außenleiter, die Wallbox lädt 1.147 kWh nicht aus Überschuss
Nur das Walmdach, der T2 ist abgeschaltet: Die Erzeugung reicht nur von April bis September über den Bedarf, die Wallbox bleibt 1.147 kWh schuldig.